Hilfe, bin ich shoppingsüchtig?

Diese Frage habe ich mir in den letzten Wochen öfters gestellt. Ich meine mit `shoppingsüchtig´ nicht die als Oniomanie bezeichnete psychische Störung, den Kaufzwang. Passender wäre die Bezeichnung ´Shopoholic´.

Ständig bekomme ich Newsletter von meinen bevorzugten Online-Shops mit Gutscheinen und Rabattcodes. Ich kann mich nicht daran erinnern, wann ich das letzte Mal online geshoppt, und den regulären Preis für die Ware bezahlt habe. Die Verlockung, mehr zu bestellen als ich eigentlich wollte, war groß. Wer kann bei 25 % Rabatt schon `Nein´ sagen?

Foto: Helene Souza_pixelio.de

Manchmal setze ich mir in den Kopf, dass ich ein bestimmtes Kleidungsstück unbedingt haben muss. Wie zum Beispiel den Leo-Mantel aus meinem letzten Outfit-Post. Ich suche dann so lange, bis ich dass Teil gefunden habe. Ich befürchte, das hat schon ein bisschen Suchtpotential.

Außerdem habe ich festgestellt, dass ich durchaus anfällig dafür bin, mich von Instaposts und Blogbeiträgen zum Shoppen animieren zu lassen. Seit ich ein Instagram-Account habe (das ist noch nicht lange her), habe ich viel mehr gekauft, als sonst. In den letzten Monaten habe ich unheimlich viel Geld für Klamotten und Kosmetikprodukte ausgegeben.

Seit einigen Tagen leide ich massiv an einer Shopping-Sinnkrise. Ausgelöst wurden meine Zweifel durch einen Blogpost. Eine Bloggerin, die ich sehr gerne mag und regelmäßig lese, hat einen Beitrag über die neue (zur Zeit unter Bloggern gehypte) Handcreme von Chanel verfasst, die sie sich kürzlich gekauft hat. Diese Handcreme kostet -sage und schreibe- EUR 49,–. Für 50 ml!

Hallo? Was läuft da? Handcreme für knapp 50,– EUR! Was machen wir da eigentlich?

Ein paar Mal die Hände eingecremt, dann ist das Döschen leer. Was bleibt? Nicht viel. Ich wage mal zu behaupten, dass eine Creme für 5,– EUR die Haut genauso gut pflegt. Falls es einem wichtig ist und Freudemacht, eine weiße, eiförmige Handcremedose mit dem Aufdruck „Chanel“ aus dem Designer-Handtäschchen zu holen, um damit sein Gegenüber zu beeindrucken, dann macht die Investition vielleicht noch Sinn. Was bei mir aber leider nicht der Fall ist.

Mir ist schon klar, dass meine Meinung über die Handcreme nicht objektiv ist. Frauen wie Victoria Backham oder Kim Kadashian würden nicht einmal mit der Wimper zucken, wenn sie die 49,– EUR über den Ladentisch reichen. Die meisten von uns Bloggerinnen und Blogleserinnen sind aber keine Multimillionärinnen.

Ich habe nach diesem persönlichen Stopp-Erlebnis einmal zusammen gerechnet, wie viel ich für meine Kleidungs- und Kosmetikeinkäufe im letzten Vierteljahr ausgegeben habe. Wenn ich mir das so ansehe, habe ich keinen Grund, mich über eine Handcreme für 49,– EUR aufzuregen. Klar habe ich das Geld, sonst könnte ich es nicht für das achte Paar Stiefel oder den dreizehnten Pulli ausgeben. Aber muss dieser Shopping-Wahn wirklich sein?

Ich habe einmal umgerechnet, was ich statt dessen mit dem Geld hätte anfangen können:

  • 8,3 Jahre lang den Beitrag für eine PLAN-Patenschaft übernehmen
  • 2,5 Jahre lang jeden Monat EUR 100,– an ein SOS-Patendorf spenden
  • 12 Monate lang meine sämtlichen Lebensmittel im Bioladen einkaufen (statt im Supermarkt)
  • Der örtlichen Tafel 1.500 Kilo Dinkelmehl,  3.500 Päckchen Nudeln oder 3000 Liter Milch spenden
  • 166 Impf-Transportboxen für die Polio-Schutzimpfung von Kindern in der Dritten Welt finanzieren

Das brachte mich ziemlich ins Grübeln. Natürlich brauchen wir ordentliche Kleidung und Pflegeprodukte und ich werde auch in Zukunft nicht darauf verzichten. Aber ich habe mir fest vorgenommen, mein Einkaufsverhalten zu optimieren, und nur noch das zu Shoppen (und zu bestellen), was ich wirklich brauche. Einfach wird das nicht, denn es ist kein Kinderspiel, sich selbst umzuerziehen. Damit mir das gelingt, habe ich mir eine 5-Punkte-Strategie überlegt. Falls du auch (ein kleines bischen) shoppingsüchtig bist, hoffe ich, dass dir meine nachfolgenden Tipps helfen werden:

5 Tipps, um die Shopping-Sucht in den Griff zu bekommen:

  1. Zunächst sollte man sämtliche Newsletter von Onlineshops kündigen und die Shop-Apps vom Smartphone löschen. Dann erfährt man erst gar nicht von tollen Rabattaktionen oder Sonderverkäufen.
    ·
  2. Stelle das Anzeigen von Werbebannern auf dem PC, Laptop, Tablet und Handy ab. Das geht durch sogenannte AD-Blocker, z.B. Adblock Plus.  Klingt ziemlich radikal, nicht? Aber mal Hand aufs Herz: Lassen wir uns nicht viel zu viel von der Werbung beeinflussen?
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  3. Lege einen festen, monatlichen Betrag fest, den du für Kleidung und Kosmetik ausgeben möchtest. Dieses Geld überweist du am Monatsersten auf ein separates Konto. Ist das Geld aufgebraucht, wird nichts mehr gekauft. Basta! Möchtest du dir ein Teil kaufen, das deinen monatlichen Etat übersteigt, wird eben darauf gespart. So wie man es früher auch gemacht hat. Vielleicht ist dann die Freude, sich das besagte Kleidungsstück oder die Designer-Tasche zu kaufen, um so größer.
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  4. Wenn du in die City gehst, weil du dir etwas kaufen möchtest (musst), dann lasse die Bank- und Kreditkarten zuhause. Stecke so viel Bargeld ein, wie dein Etat zulässt. Dann kommst du nicht in Versuchung, mehr auszugeben, als du vorhattest.
    ·
  5. Übe dich in Kreativität, um aus den vorhandenen Kleidungsstücken und Accessoires neue Looks zu kreieren und mit dem auszukommen, was du hast. Meistens ist das schließlich nicht gerade wenig… Lasse dich dabei ruhig von Fashion-Bloggerinnen,  Instagram & Co. inspirieren. Bestimmt gibt es dort den einen oder anderen coolen Look zu sehen, den du mit vorhandenen Kleidungsstücken nachstylen kannst.

Auf Punkt 5 freue ich mich besonders. Outfitposts wird es auf meinem Blog also weiterhin geben. Es könnte aber sein, dass dir das eine oder andere Kleidungsstück zukünftig etwas öfters begegnet…

Aber jetzt muss ich erst einmal die in den letzten Wochen geshoppten Outfits abarbeiten. Ihr findet diese demnächst hier auf meinem Blog.

Jetzt liegt mir noch etwas auf dem Herzen, das ich dir mitteilen möchte:

Als ich vor knapp 2 Jahren mit dem Bloggen anfing und fortyfiftyhappy.de ins Leben rief, habe ich den Blog nach ein paar Wochen wieder vom Netz genommen. Der Grund hierfür war, dass mir die Themen rund um Beauty und Fashion sehr oberflächlich vorkamen, und ich mich damit nicht so ganz identifizieren konnte.

Nach einer mehrwöchigen Blogpause überkam mich die Reue, und lies fortyfiftyhappy.de wieder aufleben. Zwischenzeitlich hatte ich viele Blogs gelesen, mich von anderen Bloggerinnen anstecken und inspirieren lassen. Es machte mir auf einmal doch Spaß, über Klamotten, Kosmetikprodukte und Beautybehandlungen zu bloggen.

Künftig möchte ich nicht nur über Mode und Kosmetik schreiben, sondern etwas über Lifestyle-Themen. Es gibt ja schließlich noch andere, wichtige Dinge im Leben, vor allem wenn man über 50 ist…

Ich hoffe, dass ich dich damit nicht langweile und du trotzdem weiterhin auf meinem Blog vorbei schaust.

Was sagst du zum Thema `Shoppingsucht´? Bist du dagegen immun, oder hast du dich in einigen Punkten wiedererkannt?

Herzliche Grüße

Birgit

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35 Kommentare

  1. Doch, klar bleibt was von der Handcreme. Das Döschen. Vielleicht kann man das ja mit Nivea nachfüllen und weiterhin lässig aus der Designertasche ziehen 😉 Ich denke mal, wir haben alle unsere Spleen. Und verstehen müssen wir den nicht immer. Nichtmal den Eigenen.
    Aber die Rechnung, die du aufgemacht hast, macht definitiv nachdenklich. Mich zumindest. Und deine Tipps sind klasse. Vor meinem geistigen Auge entsteht gerade eine Blog-Serie: Outfits aus Bordmitteln nachgestyled. Aber ob das jemand sehen will?
    Liebe Grüße
    Fran

  2. Hallo Birgit, ich habe heute deinen Blog entdeckt und finde ihn ganz toll. Dein Beitrag über die Shoppingsucht fand ich sehr passend! Gerade habe ich beschlossen, für insg. 6 Monate keine Klamotten, Schuhe oderHandtaschen zu shoppen. Dies wurde von meinem Liebsten dann per Vertrag festgehalten 🙂 Ich bin (genau wie du) als Bloggerin (Hanuki.style) ständig den Versuchungen ausgesetzt. Man will einen neuen Style auf dem Blog posten und benötigt noch diese Tasche, dieses Kleid, die passenden Schuhe usw…..Ich brauchte dringend eine Pause vom Konsum und ich muss sagen, es fühlt sich gerade super befreiend an (für mein Konto übrigens auch) 🙂

    Viele Grüße
    Hanuki

  3. Liebe Hanuki, zunächst einmal freue ich mich sehr, dass du den Weg auf meinen Blog gefunden hast.
    Die Idee mit dem Vertrag ist super. Du hast Recht, als Bloggerin steht man zusätzlich noch unter dem Druck, immer neue Outfits vorstellen zu wollen. Das führt dazu, dass man mehr kauft als man eigentlich bräuchte. Ich wünsche dir viel Glück und Durchhaltevermögen. Gar nichts zu kaufen klingt hart, aber es scheint dir ja sogar sehr gut dabei zu gehen.
    Liebe Grüße
    Birgit

  4. Liebe Birgit,
    da bin ich gespannt, wie Du das umsetzt. Mewsletter habe ich schon lange abbestellt. Am Anfang meiner „Blog-Karriere“ ging es mir ähnlich. Ich hatte ständig das Bedürfnis, mir etwas zu kaufen. Das hat sich mittlerweile Sehr gelegt.

    Liebe Grüße Sabine

  5. Liebe Fran, mit den Spleens hast du recht. Wenn jemand total Freude daran hat, sich diese Creme zu kaufen, dann ist es ok.
    Dann ist die Freude mehr Wert als der Preis.
    Liebe Fran, klar schaut man sich (ich auch) gerne die top gestylten nach dem neuesten Schrei gekleideten Bloggerinnen an. Aber was kann man davon schon aufs eigene Leben übertragen?
    Von den Sachen, die ich in den letzten 3 Monaten gekauft habe, könnte ich viele Outfits zusammen stellen (mit aktueller Mode). So viel Zeit und Lust auf Outfit Posts habe ich aber gar nicht.
    Liebe Grüße
    Birgit

  6. Liebe Birgit, mit Deinem Post sprichst Du mir heute aus der Seele! Ganz wunderbar. Mir geht’s auch so, dass ich hin- und hergerissen bin… was könnte ich von dem Geld nicht „Sinnvolles“ tun. Besonders Fehlkäufe lassen mich wirklich ins Grübeln kommen, Sachen, die ich nicht mal trage… gab’s auch schon genug!
    Aber gerade mit der kritischen Einstellung finde ich es super, wenn Du weiter bloggst. Bei mir ist es so, dass ich gerade diese „Oberflächlichkeit“ sehr mag und schätze, denn mein sonstiges Leben und Job ist halt alles andere als Oberflächlich. Manchmal hab ich da regelrecht „zu viel Realität“ und sehne mich danach, auf dem Sofa die Instyle zu blättern oder am Samstag zu shoppen… das ist dann ME-Time. Es ist aber nicht so dass ich jedesmal viel Geld ausgeben muss. Wenn ich nach einem Teil „jage“, gebe ich manchmal überhaupt kein Geld aus (wenn ich das passende nicht finde…).
    Wenn Du künftig wie Du sagst, athentischer schreibst, dann les ich Deinen Blog umso lieber!
    Liebe Grüße, Maren (die schon lange AdBlocker verwendet, weil sie sonst wahnsinnig würde mit all diesen Pop-ups und Bannern… ;-D)

  7. Liebe Maren,
    vielen Dank für deinen Kommentar. Ich mag es auch sehr, mal nichts wichtiges zu tun, außer InStyle zu lesen. Aber wenn sich alles nur um Beauty und Klamotten dreht, wird es schnell zu viel des Guten.
    Shoppen ist völlig ok (siehe Beitrag), aber ich will für mich das richtige Maß und Ziel finden.
    LG, Birgit

  8. Ich unterschreibe jedes Wort von Maren.Nur habe ich keinen Adblock. Ich finde Deine Bedenken berechtigt. Ich versuche mich ja an weniger Fehlkäufen, besserer Qualität und reflektiere das in meiner etwa monatlichen Kleiderschrankmission. Das hilft mir zu sehen was ich gekauft habe. Ich style oft einen Look aus meinem Schrank immer und immer wieder neu.Fibde ich persönlich sogar super interessant wenn Blogger das machen.;)
    Liebe Grüße Tina

  9. Liebe Tina,
    ich denke, dass es vielleicht sogar interessanter ist, den Blogleserinnen Ideen zu liefern, statt perfekt durchgestylte Outfits zu präsentieren. Ich habe dich zum Beispiel noch nie auf deinem Blog mit ein und dem selben Outfit gesehen. Es fällt also gar nicht auf, dass du einige Kleidungsstücke öfters anhast. Das ist perfekt so…
    Herzliche Grüße nach Mannheim
    Birgit

  10. Was du da schreibst, ist sehr interessant. Ich kaufe auch zu viel, meistens online,nicht nur Kleidung, auch Dinge für dieWohnung, und weiß das auch. Aber ich komme da nicht so einfach raus und traue mich nicht, darüber zu reden. Ich binSingle, deshalb ist keiner da, der mal was sagen würde.
    Deine Tipps werde ich gleich umsetzen. Bin gespannt, ob ich mein Verhalten dadurch besser in den Griff bekomme.
    Ich lese deinen Blog sehr gern, und das wir auch so bleiben
    Liebe Grüße
    Maria

  11. Liebe Maria,
    schön, dass du dich mal wieder via Kommentar meldest. Danke für deine offenen Worte. Wenn du das Problem nicht alleine in den Griff bekommst, empfehle ich dir, professionelle Hilfe (z.B. ein Gespräch mit einem Psychologen) in Anspruch zu nehmen. Ich war auch viele Jahre Single, und es ist schon so, dass man da schalten und walten kann, wie man möchte. Da ist kein Partner/Lebensgefährte da, der einem sagt, dass man mal ein bisschen langsam mit dem shoppen machen soll…
    Herzliche Grüße
    Birgit

  12. Liebe Birgit,
    Du sprichst mir aus der Seele. Ich kaufe auch viel zuviel und habe jetzt alle Newsletter abbestellt. Die Versuchungen sind als Blogger noch viel grösser. Ich habe mir jetzt vorgenommen, weniger zu kaufen. Wir haben alle viele Klamotten und könnten das Geld viel sinnvoller einsetzen. Toll finde ich, dass Du mehr über andere Themen schreiben möchtest. Ich freue mich darauf !!!
    Liebe Grüsse
    Steffi

  13. Newsletter abszustellen ist der erste Schritt, nachdem ich den meist angebotenen 10 Euro-Gutschein für die Anmeldung eingelöst habe. Diese x Newsletter am Tag braucht kein Mensch. x Katalog mit den gleichen – aber neu arrangierten – Sachen auch nicht.

    Ja, ich weiß sehr genau, wofür ich mein Geld ausgebe. Ich konsumiere gerne, aber bin keinesfalls shoppingsüchtig/-verrückt. Ich habe gerne schöne neue Sachen, trenne mich aber ebenso gerne. Alles im Rahmen, der für mich passt. Ich bin Minimalistin im Herzen mit ein paar Schnörkeln drumherum.

    Waren es nicht die Fotos von Dir, die Dich ursprünglich dazu gebracht haben, Deinen ersten Blog einzustellen? Vielleicht erinnere ich das aber auch falsch. Aber warum hat Lifestyle weniger mit Komsum zu tun als Beauty und Fashion? Ist doch alles eine Frage der Lebensform. Und wirst Du jetzt wegen der neuen Erkenntnis nicht mehr zum Beautydoc gehen für die Stirn?

    Du nimmst Bezug auf eine Bloggerin mit ihrem Beitrag über die Chanel-Handcreme? Meinst Du den Beitrag von Bärbel http://uefuffzich.blogspot.de/2017/10/ei-ei-ei-verpackung.html . Ganz ehrlich? Ich mag es nicht, wenn jemand (hier konkret Du) Bezug zu einer Person oder einem Beitrag nimmt, ohne ihn zu referenzieren. Dabei ist es mir völlig egal, ob ich mit der Person in Kontakt stehe (wie mit Bärbel) oder nicht. Bei dem Blogbeitrag von Bärbel geht es für mich im Wesentlichen um Design und Fotokunst. Aber das ist vielleicht auch eine Frage der Sichtweise. Liege ich falsch? Dann korrigiere mich bitte und sage mir, worauf Du Dich beziehst.

    LG von Ines, die sich mit heute Freude Schuhe fürs Frühjahr gekauft hat

  14. Wann machen wir den Vertrag? Soll ich ihn schon einmal aufsetzen?

    Ich würde auch gerne mal wieder was einkaufen, oder shoppen. Nur das Problem ist: Ich benötige einfach nichts! Habe soviel Hemden und Hosen und Pullover die ich 1000 x unterschiedlich kombinieren könnte.

    WAS SOLL ICH TUN?

  15. Hallo Ines,

    vielen Dank für deinen ausführlichen Kommentar. Gerne nehme ich dazu Stellung:

    Es ist richtig, dass ich den Blog u.a. wegen meinen Fotos wieder stillgelegt habe. Das widerspricht sich nicht mit meiner Aussage, dass ich Probleme hatte, mich mit dem Bloggen (Outfitposts etc.) zu identifizieren. Ich sah zwar Fotos von mir, aber irgendwie doch nicht mich. Und kritisch, was Fotos von mir anbelangt, bin ich immer noch sehr…Obwohl ich mittlerweile viel gelassener geworden bin. Ich bin ja schließlich kein Fotomodell.

    Botoxbehandlungen haben für mich nichts mit Shopping-Sucht zu tun. Das ist eine Methode, die hilft, sich mit seinem Spiegelbild wohl zu fühlen. Die Entscheidung für eine Botox-Behandlung treffen die wenigsten Frauen leichtfertig, hier sehe ich keine Oberlächlichkeit. Ich habe mich monatelang mit dem Thema beschäftigt, bevor ich mich dazu entschieden habe. Also weiterhin ein „Ja“ zum Botox. Wobei ich dazu sagen muss, dass ich es mit dem Botox nicht auf die Spitze treiben werde. Ich muss erst mal sehen, wie ich mich fühle, wenn die Wirkung nachgelassen hat. Ich habe ja auch noch keine große Erfahrung, was Botox anbelangt…Alles kann, nichts muss.

    Ich habe den Namen extra nicht genannt, weil ich die Bloggerin keinesfalls angreifen oder gar denunzieren wollte. Schließlich ist es ganz allein die persönliche Entscheidung, wofür man sein Geld ausgibt. Es war nur für mich persönlich ein Trigger, der mich sehr zum Nachdenken gebracht hat. Und erwähne ich nicht auch, dass ich die Bloggerin sehr gerne mag? Also ist, so hoffe ich, hier keine böse Absicht zu erkennen. Dass du diese Textpassage nicht magst, ist OK und akzeptiert, und ich werde deine Kritik zum Anlaß nehmen, darüber nachzudenken.

    ja, das stimmt. Lifestyle-Themen haben oftmals auch mit Konsum zu tun. Wir leben nun einmal in einer Konsumgesellschaft. Aber es gibt auch Themen, die gar nichts mit Geldausgeben zu tun haben, oder sich einfach im normalen Maß bewegen. Sein Geld z.B. für Reisen oder Urlaube auszugeben, hat auch nichts mit Shopping-Wahn zu tun. Das ist eine Art und Weise, das Leben zu genießen. Weißt du, meine Mutter ist schwer krank (vielleicht auch deshalb meine derzeit kritische Haltung zum Kaufen und dem Sinn dahinter). Sie hat den Schrank voller Kleidung (sie hat auch immer gerne geshoppt). Und weißt du, was sie in Anbetracht ihrer unheilbaren Krankheit sagt: „Wären wir lieben öfters zusammen in den Urlaub gefahren und hätten unsere gemeinsame Zeit genossen, anstatt dass ich so viel Geld für Kleidung ausgegeben hätte…“ (frei zitiert). Sorry, ich wollte jetzt nicht sentimental werden. Bin ich aber momentan, leider..

    Ich erwähne im Beitrag auch, dass ich weiterhin shoppen werde, auch Kleidung und Kosmetik. Ich rede davon, zu reduzieren.

    Ich danke dir nochmals für deine kritischen Worte. Ich freue mich auf einen Austausch von verschiedenen Meinungen und Ansichten. Das ist das, was ich mit authentisch meine. Und du, liebe Ines, bist für mich eine sehr gradlinige, authentische Bloggerin.

    Ich wünsche dir viel Spaß und Freude mit deinen neuen Schuhen und grüße dich herzlich
    Birgit

  16. Liebe Birgit,
    erwischt! Ich lasse mich auch inspirieren und den Blogpost mit der Handcreme habe ich auch gelesen. Ich denke ich werde sie kaufen. Also Weihnachtsgeschenk finde ich es toll. Aber ja, total sinnlos ist es schon.
    Das du dir ausgerechnet hast was du ausgegeben hast finde ich einen interessanten Ansatz. Sollte ich auch einmal tun…..
    LG Natascha

  17. Danke Dir Birigt. Das ist ein schönes Kompliment. Ich lese auch andere Themen, wobei mein Steckenpferd wirklich Mode ist und ich finde man muss nicht ständig neue Sachen kaufen um über Mode zu schreiben. Aber ich mische bei mir auf dem Blog auch diverse Themen.
    Liebe Grüße Tina

  18. Liebe Natascha, wenn du der Person, der du die Creme schenken wirst, eine große Freude damit machst, ist es völlig ok.
    So wie es aussieht, scheine ich nicht die einzige Bloggerin zu sein, die das Thema ‚zu viel Shopping‘ betrifft.

    Schön, dass du meinen Blog besucht hast und viele Grüße
    Birgit

  19. Das mit dem Shoppen kenn ich auch 🙂 Ich hab mir gesagt: Ich kaufe nix, was nicht im Sale ist – das funktioniert bin auf einige Ausnahmen super 😀 und bewahrt mich zumindest vor teuren Ausgaben 😀

    Ganz liebe Grüße aus der EDELFABRIK Chrissie

  20. Liebe Chrissie,
    Bei den vielen Sales ist ja kaum noch möglich, etwas zum regulären Preis zu kaufen. Wenn man es doch mal macht, ärgert man sich dann, wenn das Teil zwei Wochen später um die Hälfe reduziert ist..
    Liebe Grüße zurück
    Birgit

  21. 🙂 Liebe Birgit,
    ich kann ziemlich gut nachvollziehen was Du meinst.
    Ich shoppe so gut wie gar nicht online. Das hat mehrere Gründe:
    – Ich habe keine Lust bei Klamotten diverse Größen bestellen zu müssen, weil garantiert eines zu groß, zu klein, zu was auch immer ist und die Sachen dann wieder zurück schicken zu müssen.
    – Bei Kosmetik möchte ich vorher testen – gebrauchte Produkte kann ich nicht retournieren.
    -Viele kleine Geschäfte halten dem Online-Konkurrenzdruck nicht mehr stand und müssen ihre Geschäfte deswegen schließen. Ich bin strikt dagegen. Und das kann man nur verhindern, in dem man – meiner Meinung nach – nicht mehr nur virtuell shoppen gehst.
    Bezüglich der Handcreme hätte ich möglicherweise – aus den gleichen Gründen wie Du – den Namen ebenfalls nicht genannt.
    Liebe Grüße und Dir noch einen schönen Sonntagabend!
    Claudia

  22. Liebe Claudia,
    das sind drei gute Argumente, die gegen das Online-Shoppen sprechen. Vor allem das Thema, dass die Online-Shops die kleinen Geschäfte kaputt machen. In manchen Innenstädten gibt es sowieso fast nur noch die üblichen Shops der großen Ketten und so gut wie keine kleinen Boutiquen mehr. Unser Bekleidungsgeschäft vor Ort wird demnächst auch schließen, da es mit den Rabatten der Onlinehändler nicht mithalten kann. Das ist sehr schade, vor allem weil die Schließung des Geschäfts dann zur Folge hat, dass dann vielleicht sogar die Leute, die früher dort eingekauft haben, nun auch online bestellen. Das ist eine Spirale nach unten…
    Ich denke, dass es nicht nötig ist, immer den Namen des Blogs anzugeben, wo man etwas gelesen hat. Manchmal weiß ich das sogar nicht mehr, obwohl ich mich an den Text und den Inhalt des Beitrags gut erinnern kann. In diesem Fall spielt es keine Rolle, ob die Bloggerin Anna, Maria, Simone oder wie auch immer… heißt. Da ging es um die Sache an sich. Sollte ich dabei jemandem zu Nahe getreten sein, dann tut es mir aufrichtig leid. Dann war das mal wieder ein Fettnäpfchen à la Birgit 🙂
    Ich grüße dich herzlich
    Birgit

  23. Ich bin nicht shoppingsüchtig, normalerweise kaufe ich nur, wenn ich was gezielt haben möcht. Und natürlich ist man nicht gleich kaufsüchtig wenn man ab und zu bei Outlettpreisen etwas zuschlägt! Wenn als im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten, dann ist alles ok.
    Bleib dir einfach selbst treu und schreib über das, was dir Spaß macht, womit du dich wohlfühlst. Ich bleibe dabei!
    Toller Beitrag!
    Claudia

  24. @ Claudia
    Liebe Claudia,
    es ist schön zu hören, dass du dein Shopping-Verhalten im Griff hast. Im normalen Maß macht Shoppen Spaß und ist auch ab und zu notwendig. Und wie heißt es so schön: Gefahr erkannt, Gefahr gebannt. Ich glaube, ich bin jetzt recht gut durch mit dem Shopping-Wahn.

    Bei dieser Gelegenheit möchte ich mich einmal herzlich bei dir bedanken. Dafür, dass du meinen Blog regelmäßig liest. Darüber freue ich mich sehr.
    LG, Birgit

  25. Liebe Birgit! Auch ich habewirklich zu viele Klamotten und auch mir fällt es schwer, mich zu trennen, gerade weil die Sachen noch gut sind und man auf der anderen Seite das Gefühl hat, seinen Lesern immer Neues präsentieren zu müssen. Ich habe aktuell das Reglement, für jedes Stück hinein, muss auch eines hinaus. Dazu wird 1x pro Woche eine Türe voll Klamotten entsorgt. Ehrlich, diese Verkauferei bei ebay etc. geht mir auf den Keks, weil sie sich überhaupt nicht lohnt. Also bringe ich die Klamottennun lieber einfach zur Altkleidersammlung. Ich hoffe, so bekomme ich langsam aber stetig wieder eine bessere Übersicht!… Alles Liebe , Nessy

  26. Die Shopping-Sucht kann schon sehr schlimm sein und die vermeindlichen Sonderangebote sind schon immer verlockend. Ich bestelle regelmäßig die Newsletter ab oder schaue sie mir erst gar nicht an.
    In Online-Shops nutze ich gerne die Wunschliste – wenn es eine gibt. Dinge, die einmal dort landen, brauche ich dann gar nicht mehr, aber mein Shopping-Trieb ist überlistet.
    LG
    Sabienes

  27. Hallo,
    das mit der Wunschliste, die dann wieder gelöscht wird, kann ich bestätigen. Manchmal habe ich Waren im Warenkorb, muss dann aber Pause machen, weil etwas anderes, dringendes zu tun ist. Wenn ich dann ein, zwei Stunden später wieder an den PC gehe, und den Warenkorb anschaue, lösche ich meistens fast alles wieder raus. Und frage mich, warum ich besagte Teile überhaupt hineingelegt habe.

    Hier also ein zusätzlicher Tipp gegen den Online-Shopping-Wahn: Nicht gleich den `Kaufen´-Button drücken, sondern eine Pause einlegen, und später dann den Warenkorb nochmal checken. Garantiert fliegt dann mindestens die Hälfte wieder raus!

    Herzlichen Dank für deine Gedanken zum Thema und deinen Hinweis zum Überlisten des Shopping-Triebs.
    Liebe Grüße
    Birgit

  28. Liebe Nessy,
    das Verkaufen von gebrauchten Kleidungsstücken kann echt nervig sein. Und von Lohnen ist da gar keine Rede. Wenn ich etwas online verkaufe, dann nur, weil ich hoffe, dass dann wenigstens jemand anderes noch Freude daran hat. Für die Altkleidersammlung sind manche Sachen einfach zu schade.
    Das mit ´ein Teil rein, ein Teil raus` klappt bei mir irgendwie nicht. Aber ich miste immer vor jedem Saisonwechsel gründlich aus.
    Liebe Grüße
    Birgit

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