Wie du deine Garderobe aufwertest und dabei viel Geld sparst.

Glaubt man dem Pareto-Prinzip, tragen wir nur 20 % unserer Garderobe regelmäßig, die restlichen 80 % verstauben im Kleiderschrank. Ich hoffe mal, dass es bei dir nicht so ist. Ich habe es mittlerweile geschafft, das Verhältnis umzudrehen. Den größten Teil meiner Kleidung trage ich regelmäßig.

Es war kein leichter Weg dahin. Geschafft habe ich es dadurch, dass ich konsequent mehrmals im Jahr meinen Kleiderschrank ausmiste. Außerdem kaufe ich vorwiegend zeitlose, klassische Kleidung in guter Qualität. Aktuelle Modetrends, die mir gefallen, mache ich trotzdem gerne mit. Hier greife ich schon mal zu günstigen Marken. Diese Kleidungsstücke sortiere ich aber aus, sobald sie unmodern geworden sind.

Wenn man seine Basics oft trägt, verschleißen die Kleidungsstücke schneller und sind nach häufigem Tragen einfach nicht mehr schön. Wenn man dann nicht konsequent aussortiert, leidet die gesamte Garderobe darunter. Die ausgemisteten Kleider müssen ersetzt werden, was ziemlich ins Geld gehen kann.

Ich nutze den Midseason-SALE im Sommer und Winter, um meine Basis-Garderobe auf Vordermann zu bringen.

Zur Zeit sind die meisten Sommersachen bereits reduziert. Ein idealer Zeitpunkt, um Nachzukaufen! Bitte nicht wahllos, sondern mit System! Sonst bist du einen Haufen Geld los, hast ein paar weitere, überflüssige Teile und deine Garderobe ist trotzdem nicht in Schuss.  Mal ehrlich, die meisten von uns haben sowieso genug Blusen, Tops und Sommerkleider im Schrank!

Ich beschränke mich – meistens 🙂 – darauf, auch im SALE nur zeitlose, klassische Kleidungsstücke zu kaufen. Bei den modischen Teilen besteht die Gefahr, dass man sie im nächsten Sommer nicht mehr tragen kann.  Ich vermute, dass z.B. der Hype nach Off-Schoulder-Blusen im nächsten Jahr vorbei sein wird. Also kaufe ich jetzt im Juli keine mehr.

Welche Einkäufe bringen einen echten Mehrwert für deine Garderobe?

Es gibt einige Kleidungsstücke, die sogenannten Klassiker, die man über Jahre hinweg tragen kann. Es lohnt sich, sie jetzt reduziert zu kaufen!

Sinn macht es auch, bei Foundation Pieces (Basics) zuzuschlagen. Darunter fallen beispielsweise: Spaghetti-Tops, einfarbige T-Shirts, Jeans mit klassischen Schnitten, schlichte Pullover, weiße Blusen etc. Hier unbedingt auf gute Qualität achten, denn schließlich werden diese Teile oft getragen und sind wichtige Kombipartner für viele Outfits.  Ein billiges Top unter einem schicken Blazer ruiniert das gesamte Erscheinungsbild.

Günstig erstehen kann man jetzt Kleidungsstücke in den Farben, die auch im Herbst und Winter aktuell sein werden. Das setzt voraus, dass du dich rechtzeitig informierst, welche Trends angesagt sind. Zum Beispiel ganz aktuell bei meinen Bloggerkolleginnen Nessy von Salutary Style  oder bei Petra von Zeitlos bezaubernd.  Beide waren auf der Fashion Week in Berlin und berichten auf Ihren Blogs, was in Punkto Mode im Herbst und Winter 2017/18 angesagt ist.

Ich habe mir die rote Bluse unten und das Top in Pink im Onlineshop von ESPRIT bestellt. Diese beiden Knallfarben sind im Herbst/Winter ein großes Thema, bevorzugt Ton-in-Ton, oder -früher ein No Go – miteinander kombiniert (Colour-Blocking). Ebenfalls angesagt: Blau- und Lilatöne.

Fein gestrickte Pullover in zarten Farben (1) kann man im Frühjahr/Sommer immer gebrauchen. Einfarbige Blusentops sind ein super Kombipartner und kommen vermutlich nie aus der Mode. Auf Nummer sicher gehst du, wenn du dich an klassische Farben wie dunkelblau, weiß oder creme hälst. Das gleiche gilt für Blusen mit minimalistischen Schnitten (5), die ohne Muster oder Rüschen auskommen. Sie sind zeitlos schön.

Kleider in klassischen Farben und Schnitten sind immer eine gute Wahl. Jetzt ist der Zeitpunkt ideal, um die Garderobe dahingehend zu ergänzen oder ältere Kleider auszutauschen.  Ein blaues oder schwarzes Stretchkleid (1) ist zeitlos und kann zu vielen Anlässen getragen werden. Ein echter Klassiker, der deine Garderobe bereichern wird.

Vermutlich ebenfalls nicht aus der Mode kommen Streifenkleider (2). Hier achte ich darauf, dass der Schnitt schlicht gehalten ist. Ich verzichte z.B. auf Cut-Outs, denn auch hier habe ich meine Zweifel, ob diese nächstes Jahr noch in sein werden. Dem obigen Kleid (2) wird man es nicht ansehen, dass es aus der Vorjahreskollektion ist.

So weit ich mich erinnern kann gibt es Kleider aus und mit Spitze. Mal mehr, mal weniger, aber ganz  von der Bildfläche verschwunden waren sie noch nie! Mit einem Spitzenkleid wie dem obigen (3) bist du schick und zeitlos angezogen. Die nächste Feier kommt bestimmt…

Aus meiner Garderobe nicht wegzudenken ist das Jeanskleid! Ob im Biergarten, zum Einkaufen oder mit schicken Accessoires im Büro – ein Jeanskleid ist unkompliziert und super bequem. Mein altes (Mini-)Jeanskleid befindet sich, obwohl ich es häufig getragen habe, immer noch in gutem Zustand. Ich habe mich trotzdem entschieden, es auszutauschen, da es ziemlich kurz ist. Das Kleid oben (4) ist schick und  alltagstauglich. Ich denke, es wird eine gute Investition sein.

Der Evergreen überhaupt: Jeans, Jeans, Jeans! Super kaufen kann man jetzt Hosen mit klassischen Schnitten. Ich bevorzuge Jeans mit geradem Bein und mittlerer Leibhöhe. Die gibt es jedes Jahr und sie werden kaum aus der Mode kommen. Die obige Jeans (1) ist sogar businesstauglich, wenn man sie mit einem schicken Oberteil und Blazer kombiniert.

Im Sommer (für mich) einfach unverzichtbar: Die Jeansshorts. Ich trage sie in meiner Freizeit, wenn nichts Besonderes ansteht, fast rund um die Uhr! Bei der Hausarbeit, beim Kochen, im Garten, zum Gassi gehen. Und natürlich im Urlaub. Hast du eine Jeansshorts im Schrank? Nein? Jetzt ist die beste Zeit dafür, schöne Shorts (nicht nur aus Jeans) im SALE zu ergattern. Ich empfehle dir, auch hier zu schlichten Modellen zu greifen. Zur Zeit sind Blumenstickereien oder Glitzersteinchen in. Nächstes Jahr sieht man diesen Teilen aber sofort an, das sie „von gestern“ sind. Also lieber darauf verzichten!

Das Jeanshemd (3) ist so eine Sache für sich. Nicht jede Frau mag es. Ich persönlich bin ein großer Fan! Ich trage sie als Jackenersatz oder als Bluse. Wichtig ist dabei der Schnitt. Wenn das Jeanshemd schmal geschnitten ist, sieht es schick und feminin aus.

Im Herbst sind übrigens weiterhin Komplettlooks aus Denim angesagt. Beim sog. Canadian Tuxedo wird die Jeanshose mit Jeansjacke (bzw. -hemd) im gleichen Farbton kombiniert. Mit einem Gürtel wird die Jeansjacke auf Taille gebracht. Ein Look, den man leicht nachstylen kann. Die Teile dazu kannst du jetzt preiswert im SALE erstehen.

Geht es Richtung Herbst, wird es Zeit, die Jeansshorts wegzupacken. An dessen Stelle tritt dann: die Jogginghose! Nicht dass du jetzt denkst, dass ich zuhause nur mit Jogginghose unterwegs bin. Keinesfalls! Aber es gibt Situationen, wo ich eine superbequeme Jogginghose nicht missen möchte. Leider beulen die Baumwollhosen  schnell aus und sehen ruckzuck vergammelt aus. Hand aufs Herz, wie sieht deine Jogginghose aus? Nicht mehr ganz so top? Dann ist jetzt der Zeitpunkt optimal, sich mit einer oder zwei reduzierten Jogginghosen einzudecken. Und nicht vergessen: Die alten gleich entsorgen, damit du gar nicht erst in Versuchung kommst…

Noch ein Tipp: Weiße Jeans mit klassischen Schnitten kann man über Jahre hinweg tragen. Ein klares JA zum Kauf.

Ein großes Thema: Schuhe, Accessoires und Unterwäsche! Jetzt ist die Gelegenheit günstig, sie austauschen, zu ergänzen oder zu komplettieren!

Ein unverzichtbarer Klassiker unter den Sommeraccessoires ist die Sonnenbrille. Natürlich unterliegen auch Sonnenbrillen der jeweils aktuellen Mode. Aber es ist doch schon so, dass man Sonnenbrillen üblicherweise mehr als eine Saison trägt, oder? Wenn du dich an eine klassische Form und gedeckte Farben hälst, kannst du problemlos im SALE kaufen. Bei Sonnenbrillen ist es sowieso wichtig, dass dir die Form steht, denn nicht jede modische Brille passt zum Gesicht.

Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber ich verzweifle oft daran, dass meine weiße Unterwäsche über kurz oder lang vergraut! Das kann ich überhaupt nicht leiden, weshalb die Teile dann sehr zügig in die Tonne wandern. Sehr bedauerlich, denn schöne, hochwertige Unterwäsche ist ja nicht gerade billig. Selbst ein Slip für jeden Tag kostet locker mal über 20,– EUR, für einen passenden BH muss man mindestens das Doppelte hinblättern.  Das ist viel Geld, findest du nicht auch? Also nutze ich den SALE, um meinen dezimierten Unterwäsche-Bestand zu bezahlbaren Preisen wieder aufzufüllen.

Falls du einen Tip für mich hast, wie man das Vergrauen von weißer Unterwäsche vermeiden kann oder wie  vergraute Wäsche wieder weiß wird, dann bitte, bitte verrate ihn mir 🙂

Ein weiterer Kandidat für schnelles Verschleißen ist der Sport-BH. Er wird oft gewaschen und sieht manchmal schon nach einigen Wochen unansehnlich aus. Hier empfiehlt sich ein Austausch 2 x im Jahr.  Das solltest du dir Wert sein!

Und wie sieht es mit der Kleidung für die Nacht aus? Du meinst, die sieht doch (fast) keiner? Hm, wenn Du in einer Partnerschaft lebst, dann zumindest einer der wichtigsten Menschen in deinem Leben. Und vor allem, du selbst! Also, Schublade durchgucken und verwaschene, ausgeleierte Teile aussortieren. Und zwar gnadenlos! Sommerliche Nachtwäsche ist jetzt ebenfalls stark reduziert, also kannst du ohne schlechtes Gewissen zuschlagen. Und auch hier gilt: im Gegenzug sofort weg mit den alten Teilen!

Bin ich für deinen Geschmack etwas zu rigoros im Wegwerfen? Leider sind die wenigsten Kleidungsstücke für die Ewigkeit gemacht. Wenn man eine anständige Garderobe haben möchte, kommt man nicht drum rum, regelmäßig auszusortieren und abgetragene Teile nachzukaufen. Es ist ein Prozess, der nie zum Stillstand kommt. Wenn du alle alten, aus der Mode gekommenen Kleidungsstücke aufhebst, weil du dich nur schwer davon trennen kannst, läufst du Gefahr, einen „ganzen Schrank voll mit nichts zum Anziehen“ zu haben. Besser ist es in diesem Fall, die unmodischen Kleidungsstücke in Kartons wegzupacken. Ich gebe es ja zu, ich habe mich auch schon das eine oder andere Mal geärgert, dass ich ein Kleidungsstück weggeben habe. Einige 80er Klamotten zum Beispiel oder die Plateau-Sandalen in Orange, die meine Mutter in den 70er getragen hat… Wenn ich mir dann aber vorstelle, ich hätte tatsächlich alles aufgehoben, dann müßte ich mein Haus aufstocken oder anbauen… Ergo: lieber ab und zu mal etwas Reue als einen vollgestopften Kleiderschrank.

Zurück zum Thema: Wenn ich Schuhe im SALE kaufe, dann achte ich darauf, dass sie zeitlos sind. Plateausohlen mit Flechtdetails oder Sneakers in Gold oder Silber sind  zwar momentan total angesagt, aber wer weiß, ob nächstes Jahr auch noch. Also kaufe ich diese eher nicht, besser gesagt, nicht im SALE, sondern schon zu Beginn der Saison. Dann liegt der ganze Sommer vor mir und ich kann die Schuhe ganz oft tragen. Es ist dann nicht so tragisch, wenn ich sie nächstes Jahr aussortieren muss. Sie haben ihren Dienst getan. Im SALE empfehle ich, Klassiker zu kaufen, z.B. Loafer oder Slipper mit normaler Sohle (5), Ballerinas (8) oder sportliche Sneakers. Da macht man kaum was verkehrt.

Es ist empfehlenswert, auch die anderen Accessoires durchzusehen und wenn nötig auszutauschen, zum Beispiel Gürtel. Selbst hochwertige Ledergürtel nutzen sich mit der Zeit ab und werden unansehnlich. Jetzt ist die beste Zeit, diese durch neue zu ersetzen. Denke auch an Items wie Sonnenhüte oder die Strandtasche. Haben sie die letzte Badesaison heil und sauber überstanden? Nein? Dann ist es besser, du kauft sie jetzt reduziert als im nächsten Frühjahr teuer zu regulären Preisen.

Ich hoffe, dass ich dich inspirieren konnte, deiner Garderobe ein Update zu verpassen!

Die oben gezeigten Kleidungsstücke und Accessoires sind von ESPRIT. Hier kaufe ich gerne Freizeitkleidung und Basics ein. Vor allem liebe ich die Jeans, denn die sitzen bei mir (meistens) wie angegossen.

Was wirst du dir im SALE kaufen? Wie ist deine Strategie? Ich freue mich auf deinen Kommentar und grüße dich ganz ♥-lich

Birgit

Titelfoto: Ediathome/pixelio.de

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Ein Kleidungsstück, drei Outfit-Ideen.

Wie vermeidet man Fehlkäufe? Neulich habe ich in einer Frauenzeitschrift einen interessanten Artikel über das Thema gelesen. Einer der Tipps lautete: „Kaufe nur Kleidungsstücke, die du mit mindesten fünf anderen Teilen aus deiner Garderobe kombinieren kannst“.

Diesen Hinweis beachte ich schon seit einer Weile, und seitdem haben sich meine Fehlkäufe minimiert. Früher habe ich ein Kleidungsstück gekauft, nur weil es mir gefallen hat und vielleicht auch, weil es ein reduziertes Schnäppchen war. Zuhause wurde mir dann bewusst, dass ich zum neu erworbenen Teil keine passenden Schuhe, Jacken oder  Accessoires hatte. Meistens machte es keinen Sinn, rund um das neue Kleidungsstück die passenden Kombiteile dazu zu kaufen. Also endete das schöne, aber überflüssige Einzelteil als Schrankleiche.

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Ein Sommerkleid bei 5 Grad Minus?

Jedes Jahr, wenn sich der Sommer verabschiedet hat, und es draußen kälter wird, räume ich meine Kleidungsstücke um.  Tops, Kurzarmblusen, leichte Pullis und die Sommerkleider werden bis zum nächsten Frühjahr ins Winterexil in den hinteren Bereich des Kleiderschranks verbannt.

Eigentlich schade, oder? Manche meiner Sommerkleider habe ich kaum getragen, und schon sollen sie wieder eingemottet werden?

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