Neu im Schrank: Ein knallrotes Kleid

Wenn ich meine Schranktür öffne, hängen da hauptsächlich Kleidungsstücke in gedeckten Farben. Schwarz, Grau und Dunkelblau. Daneben gibt es noch eine Fraktion mit weißen Blusen und ein paar helle Pullis. Das sind die Farben, in denen ich mich, zumindest im Herbst und Winter, am wohlsten fühle.

Aber der Hype um die Modefarbe der Saison, Rot, geht natürlich auch nicht komplett an mir vorbei. Ich habe mich lange gewehrt, da ich mich in roter Kleidung, zumindest in Gesichtsnähe, unwohl fühle. Rot gehört definitiv nicht zu meinen bevorzugten Farbe. Jetzt bin ich doch über meinen Schatten gesprungen, und habe den Griff zu einem knallroten Kleid gewagt.

Kleid: Cinque/Stiefeletten: Versace (über Outletcity Metzingen) Tasche: DKNY (Bestand)

Während mir die Farbwahl einigen Mut abverlangte, blieb ich meiner Vorliebe für schlichte, gradlinige Schnitte treu. Dadurch wird das Outfit für mich alltagstauglich. Letztendlich bin froh, dass ich nicht das 10. schwarze Kleid gekauft,  sondern mich für das Rote entschieden habe.

Ich bin der Meinung, dass man es ab und zu wagen sollte, seine Komfortzone zu verlassen. Auch in Punkto Mode und Stil. Hinterfragen, ob der eigene Look noch zu einem passt. Neue Outfits ausprobieren, andere Farben wählen, ein neuer Haarschnitt vielleicht. Klar ist es einfacher, immer zu den gewohnten Farben und Schnitten zu greifen. Das führt aber zwangsläufig dazu, dass man sich, modetechnisch gesehen, nicht weiterentwickelt.

Meistens ist die sogenannte Komfortzone gar nicht so komfortabel, wie man aus dem Namen schließen könnte. Sie ist ein ungemütlicher Ort, ein Kompromiss aus Gewohnheiten, Resignation und einem vermeintlichen Gefühl von Sicherheit. Oftmals sind wir einfach zu faul bequem, um die Dinge zu ändern, die uns stören. Das kann der ungeliebte Arbeitsplatz sein, an dem man  festhält, nur weil man sich nicht dazu motivieren kann, sich einen anderen Job zu suchen. Oder man klammert sich an eine unglückliche Beziehung, aus Gewohnheit oder dem Mangel an Alternativen. Die Angst vor Veränderungen spielt eine große Rolle. Wie sagt man so schön: „Es kommt selten etwas Besseres nach“ oder „Lieber den Spatz in der Hand, als die Taube auf dem Dach“.

Mir gefällt der Spruch „Wenn eine Tür zugeht, geht dafür eine andere auf“ wesentlich besser. Meine Lebenserfahrung hat gezeigt, dass es genau so ist.

Man braucht nur etwas Mut und Tatkraft, um die Komfortzone zu verlassen. Es muss ja nicht gleich das ganze Leben (oder der ganze Kleiderschrank) umgekrempelt werden. Auch kleine Veränderungen können viel bewirken und dem Leben einen Schubs in eine ganz neue Richtung geben.

Welche Farbe oder welcher Look verlangt dir Modemut ab? Bist du bereit, deine Komfortzone in Bezug auf Mode und Styling gelegentlich zu verlassen, oder greifst du immer zu altbewährten Schnitten und den gleichen Farben?

Wenn du Lust auf weitere Outfits in rot hast, dann schau doch mal auf den Blogs von Steffi (theblondeladylioness), Sabine (bingblingover50) und Conny (conny-doll-lifestyle) vorbei.

-liche Grüße

Birgit

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Wiesn-Outfit, Dirndl-Weisheiten & Oktoberfest-Impressionen

Normalerweise trägt die badische Frau kein Dirndl. Es sei denn, sie geht aufs Oktoberfest, zu einer Motto-Party oder ist zu einer bayerischen Hochzeit eingeladen. Nicht, dass uns Frauen nördlich des Weißwurstäquators keine Dirndl gefallen würden. Keinesfalls! Es gibt hier nur sehr wenig Möglichkeiten, Trachtenlooks zu tragen.

Ich habe mein Dirndl vor zwei Jahren gekauft, als wir zu einer Geburtstagsfeier in einer Skihütte eingeladen waren. Die Gastgeber hatten sich gewünscht, dass die Gäste mit Dirndl bzw. Tracht kommen. Für mich war das ein willkommener Anlass, mir ein neues Dirndl zuzulegen. Mein Altes war zu eng geworden, oder besser gesagt, ich zu breit 🙂

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Welche Tasche und welches Outfit ist dein Favorit?

WERBUNG. Bestimmt kennt ihr sie auch noch, die dicken Versandhaus-Kataloge von früher. Quelle, Neckermann, Otto etc… Als Kind habe ich mich mega gefreut, wenn im Frühjahr und Herbst die neuen Kataloge zuhause eintrudelten. Ich konnte mich stundenlang damit beschäftigen, sie durchzublättern und mein Lieblingsspiel zu spielen. Und das ging so: Ich stellte mir vor, dass ich mir für einen bestimmten Betrag, z.B. 1.000 DM, Kleidung, Schuhe und Taschen aussuchen dürfte. Die Sache mußte gut überlegt sein, denn die 1.000 DM waren ruckzuck ausgegeben. Ich füllte eine Bestellkarte aus, die ich natürlich niemals abschickte.

Eine andere Variante war, dass  ich mir von jeder Katalogseite ein Teil aussuchen durfte. Das war natürlich weitaus ergiebiger und machte fast noch mehr Spaß.

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7 Gründe, warum man auch mit Ü 50 Overknees tragen kann

  1. Der wichtigste Grund überhaupt: Weil du sowieso tragen kannst, was du willst, wann immer du willst und wo du willst. Hauptsache, es gefällt DIR und DU fühlst dich darin wohl.
  2. Ob man etwas tragen kann (möchte), hängt nicht vom Alter, sondern vom Typ und der Figur ab. Kleine Frauen beispielsweise haben es schwer, Overknees zu finden, die zu ihren Proportionen passen. Auch die jungen…
  3. Overknees trägt man 2017 nicht sexy à la Vivian in `Pretty Woman´, sondern cool, romantisch oder elegant. Man kombiniert sie mit Oversized Pullis, Blümchenkleidern oder wadenlangen Röcken. Mit einem Bleistiftrock kombiniert sehen Overknees sogar sehr ladylike aus.
  4. Angesagt sind knallrote oder weiße Overknees. Wenn dir das zu krass ist (wie mir, aber das hat nichts mit dem Alter zu tun!) dann wähle Modelle in dezenten Farben. Schwarz ist der Klassiker schlechthin, sehr schick sehen sie in grau aus, in taupe lassen sie sich perfekt kombinieren und sehr elegant wirken sie in bordeauxrot.
  5. In dieser Saison sind Modelle mit flachem oder niedrigem Blockabsatz der Renner. Du kannst also  Overknees tragen, auch wenn du keine Lust hast, deine Füße mit hohen Stiletto-Absätzen zu quälen.
  6. Overknees sehen nicht nur gut aus, sie halten deine Beine auch schön warm. Mit Overknees kann man sogar bei frostigen Temperaturen Röcke tragen, ohne sich den A**** abzufrieren. Warum sollten nur junge Frauen davon profitieren? Wir frieren genauso.
  7. Je niedriger die Schafthöhe, desto dezenter der Stiefel. Es gibt Modelle, die bis knapp übers Knie reichen und solche, die weit über die Hälfte des Oberschenkels hinaus gehen. Wenn Du es unauffällig magst, dann wähle Overknees mit niedrigerem Schaft.
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Kleiner Outfit-Post und die leidige Sache mit der Werbung

Zwischen Tür und Angel ist mein heutiges Outfit-Post fotografiert worden. Meine Tochter war in Eile und sichtlich genervt von meinem Wunsch, Fotos von mir zu machen. Also waren die Bilder in weniger als einer Minute im Kasten.

OK, dachte ich mir, dann fällt mein OOTD-Beitrag halt ein bisschen kürzer aus, macht ja nix. Zeigen wollte ich auf den Fotos mein neues SALE-Schnäppchen, über das ich mich sehr gefreut habe. So weit, so gut.

Kaum hatte ich die Fotos auf den PC geladen, überkam mich eine große Verunsicherung. Darf ich denn überhaupt noch erwähnen, wo ich das Teil gekauft habe? Oder mache ich damit unerlaubte Werbung? Bestimmt hast du die Diskussionen bezüglich der Deklaration von Werbung auf Blogs mitbekommen. Eine der bekanntesten, deutschen Bloggerinnen, Caro Daur, wurde angezeigt, weil sie angeblich Schleichwerbung machte.

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Wie du deine Garderobe aufwertest und dabei viel Geld sparst.

Glaubt man dem Pareto-Prinzip, tragen wir nur 20 % unserer Garderobe regelmäßig, die restlichen 80 % verstauben im Kleiderschrank. Ich hoffe mal, dass es bei dir nicht so ist. Ich habe es mittlerweile geschafft, das Verhältnis umzudrehen. Den größten Teil meiner Kleidung trage ich regelmäßig.

Es war kein leichter Weg dahin. Geschafft habe ich es dadurch, dass ich konsequent mehrmals im Jahr meinen Kleiderschrank ausmiste. Außerdem kaufe ich vorwiegend zeitlose, klassische Kleidung in guter Qualität. Aktuelle Modetrends, die mir gefallen, mache ich trotzdem gerne mit. Hier greife ich schon mal zu günstigen Marken. Diese Kleidungsstücke sortiere ich aber aus, sobald sie unmodern geworden sind.

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OOTD + Fashion-Gutschein von Betty Barclay zu gewinnen

WERBUNG. Wenn du meinen Beitrag „Die neuen Blusen“ gelesen hast, erinnerst du dich vielleicht, dass ich auf der Suche nach der perfekten Off-Shoulder-Bluse war. Eine, die nicht rutscht, wenn man sich bewegt. Zwischenzeitlich -viele Anproben später- habe ich akzeptiert, dass es einfach physikalische Gesetze gibt, die leider auch für mich und meine Off-Shoulder-Blusen gelten. Wenn man die Arme hebt, dann rutscht der Ausschnitt nach oben. Geht nicht anders, ist einfach so. Punkt. Entweder man akzeptiert das, oder man lässt die Hände weg.

Zwischenzeitlich habe ich meine Lieblings-Off-Shoulder-Bluse gefunden. Bei Betty Barclay.

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Blusen-Trends 2017 – was geht und was geht gar nicht?

Noch nie war die Vielfalt an Blusen so groß wie in dieser Saison. Voll im Trend sind Off- und Cold-Shoulder-Blusen, Blusen mit Rüschen, Trompetenärmeln, Schleifen und Bindegürteln, Wickelblusen, mit Vichy-Karo, gestreift…

Da ich ein Blusen-Fan bin, konnte ich natürlich nicht widerstehen, und habe mir kürzlich einige Blusen aus aktuellen Kollektionen online bestellt. Vorerst habe ich nur eine davon behalten, siehe mein heutiges OOTD, oder besser gesagt, OOTE (Outfit of the evening). Wir sind nämlich auf dem Sprung in unsere Lieblingskneipe. Eigentlich wollte ich die Fotos draußen machen, aber gerade eben fing es mal wieder an zu regnen…

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Ein Kleidungsstück, drei Outfit-Ideen.

Wie vermeidet man Fehlkäufe? Neulich habe ich in einer Frauenzeitschrift einen interessanten Artikel über das Thema gelesen. Einer der Tipps lautete: „Kaufe nur Kleidungsstücke, die du mit mindesten fünf anderen Teilen aus deiner Garderobe kombinieren kannst“.

Diesen Hinweis beachte ich schon seit einer Weile, und seitdem haben sich meine Fehlkäufe minimiert. Früher habe ich ein Kleidungsstück gekauft, nur weil es mir gefallen hat und vielleicht auch, weil es ein reduziertes Schnäppchen war. Zuhause wurde mir dann bewusst, dass ich zum neu erworbenen Teil keine passenden Schuhe, Jacken oder  Accessoires hatte. Meistens machte es keinen Sinn, rund um das neue Kleidungsstück die passenden Kombiteile dazu zu kaufen. Also endete das schöne, aber überflüssige Einzelteil als Schrankleiche.

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OODT: Casual Look mit Männerhemd

Zur Zeit habe ich ein absolutes Faible für blau-weiß gestreifte Blusen und Hemden. Das gestreifte Hemd meines OODT entdeckte ich in einem Bekleidungsgeschäft – in der Herrenabteilung! Schon länger war ich auf der Suche nach einem  legeren Hemd bzw. einer Bluse in diesem Stil. Kurz überlegt griff ich zu und erwarb das Teil zu einem Schnäppchenpreis. Wäre das Hemd aus der Damenabteilung gewesen, hätte ich  locker das Doppelte dafür bezahlt.

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