Geliebtes Mode-Accessoire: Die Handtasche.

Unter einem Accessoire (aus dem Französischen: „Zubehörteil“) versteht man ein eigentlich nicht notwendiges, aber der Mode, dem Stil, dem Arrangement oder der Bildkomposition angepasstes Beiwerk, etwa in der Kunst, Literatur, Möblierung oder Bekleidung. In der Mode bezeichnet „Accessoire“ das Zubehör für Kleidung, zum Beispiel Handtaschen, Halstücher, Gürtel, Schmuck (Wikipedia).

Laut Wikipedia ist die Handtasche also ein eigentlich nicht notwendiges, nebensächliches Beiwerk! Da werden jetzt sicherlich einige Mädels laut aufschreien! Eine Handtasche ist nämlich, abgesehen von der praktischen Seite, für die meisten Frauen mehr als nur ein „nebensächliches Beiwerk“. Und ich gestehe: ich gehöre dazu! Eine schöne, schicke Handtasche kann mir schon mal den Blutdruck nach oben treiben. Dabei ist es für mich nicht ausschlaggebend, ob die Tasche von einem bekannten Luxuslabel stammt. Designertaschen finde ich herrlich, und bewundere sie täglich: auf Fotos in der Instyle oder im Regal bei einem Abstecher ins KaDeWe. Leider liegen die meisten dieser Traumtäschchen außerhalb meines Budgets…

Wichtig ist mir bei der Auswahl meiner Taschen, dass diese hochwertig und von guter Qualität sind. Eine billige Tasche kann jedes Outfit ruinieren. Beim Material bin ich etwas versnobbt, das gebe ich zu. Es gibt zwar viele schöne Taschen aus Kunstleder, die auch nicht unbedingt billig sind, wenn sie hochwertig verarbeitet sind. Ich persönlich kaufe aber fast ausschließlich Taschen aus echtem Leder. Nun ja, ich weiß schon, dass ich damit letztendlich ein Stück totes Tier spazieren trage und strenge Veganer würden das sicherlich nicht gutheißen. Ich tröste mich mit dem Gedanken, dass das Leder von Tieren stammt, die für unsere Nahrung sowieso sterben mussten. Wie siehst du das? Hast du dir darüber schon einmal Gedanken gemacht?

Es heißt, die Handtasche sei die Visitenkarte einer Frau. Anhand der Handtasche kann man angeblich einiges über die Frau selbst erfahren. So ganz abwegig ist dieser Gedanke nicht. Einer Frau, die eine große Beuteltasche in XL-Format mit sich trägt, sagt man nach, sie sei auf Sicherheit bedacht. Im riesigen Bauch der Tasche trägt sie Allerlei mit sich rum, um auch für unvorhergesehene Ereignisse gewappnet zu sein. Pflaster, Taschentücher, ein Ersatzpaar Perlonstrümpfe, Notizbuch, Haarbürste etc… Frauen, die Rucksäcke bevorzugen, sollen praktisch veranlagt sein. Liebhaberinnen von kleinen Umhängetaschen reisen gerne mit kleinem Gepäck, und belasten sich ungern mit unnötigen Dingen. Zu dieser Sorte gehöre ich.

Ich bevorzuge es, die Hände frei  zu haben, um mich ungezwungen bewegen zu können. Auch schleppe ich ungern große Gewichte mit mir herum. Eine große Tasche benutze ich eigentlich nur, wenn ich Drinks, Gummibärchen und Chips ins Kino hineinschmuggeln möchte. Ich weiß, das ist nicht korrekt, aber die Eintrittskarten für einen Kinobesuch mit unserer Patchwork-Großfamilie sind schon teuer genug

Meine Handtasche muss nicht groß sein, da nur wenige, für mich unverzichtbare Dinge, hinein passen müssen.

Meine Tasche muss Platz bieten für: Meine Lesebrille, bei Sonnenschein die Sonnenbrille, das Handy, einen kleinen Geldbeutel, Autoschlüssel, Kamm und Lippenstift. Was braucht man mehr?

Zur Zeit ist die kleine, fuchsienrote Umhängetasche auf dem Foto oben mein Favorit. Sie stammt aus der Werkstatt einer italienischen Manufaktur, die Taschen für teure Luxuslabels herstellt. Vor einigen Jahren hat die Firma eine eigene Kollektion auf den Markt gebracht. Die Taschen sind super verarbeitet und individuell, dafür aber preislich absolut bodenständig.

Woran erkennt man eine Handtasche von guter Qualität?

  1. Eine Tasche aus Kunstleder kann genauso hochwertig sein, wie eine echte Ledertasche. Wichtig ist, dass sich das Material gut anfühlt. Man sollte hier nach der Haptik gehen, denn manchmal ist es ja sogar gewollt, dass die Tasche nach Plastik aussieht. Zur Zeit werden Taschen aus durchsichtigem Kunststoff gehypt. Eine solche Tasche kostet in der Luxusversion schnell mal einige tausend Euro, obwohl sie nicht aus Leder ist. Ob das Material eher knautschig weich und oder fest sein soll, ist reine Geschmackssache. Als Faustregel (die gerne gebrochen werden darf) gilt: Je schicker und eleganter ein Outfit ist, desto fester und kantiger darf die Tasche sein. Zu Casuallooks und sportlichen Outfits passen weiche, rundliche Taschen am besten.
  2. Achte auf die Verarbeitung! Heraushängende Fäden und schlecht gearbeitete Nähte sind, genauso wie bei Kleidungsstücken, ein Zeichen, dass es der Tasche an der Qualität mangelt. Sämtliche Nähte sollten fest vernäht und dicht sein. Ob das der Fall ist, kannst du leicht testen, indem du das Material an der Naht leicht auseinander ziehst. Bildet sich eine Lücke, ist das kein gutes Zeichen.
  3. Sehr wichtig für das Erscheinungsbild einer Tasche sind die Beschläge (Verschluss, Ringe, Ösen…). Ob gold- oder silberfarben ist Geschmackssache. Aber das Material sollte nie billig und künstlich wirken. Meistens sehen matte Beschläge hochwertiger und edler aus, als polierte. Ist ein Reißverschluss vorhanden sein, sollte sich dieser leicht bedienen lassen. Ein Reißverschluss, der ständig klemmt, ist total nervig. Und lange halten wird er dann auch nicht.
  4. Die Tasche sollte gut verschließbar sein. Ideal ist ein (gut funktionierender) Reisverschluss. Ist die Tasche offen, wie es oft bei Shoppern der Fall ist, sollten verschließbare Innentaschen zum sicheren Verstauen der Wertsachen vorhanden sein. Verschlüsse, die nicht mit einem Griff zu öffnen sind, sind auch OK. Man sollte es Leuten mit bösen Absichten nicht zu einfach machen…

    Mein Shopper von Longchamps ist nur mit einem Magnetknopf zu schließen. Dafür gibt es ein separates Täschchen mit Reißverschluss, welches mit einem Karabinerhaken innen an der Tasche befestigt werden kann. Geldbeutel, Schlüssel und Handy lassen sich hierin sicher verstauen.
  5. Eine schönes, gut verarbeitetes  Innenfutter ist ein weiteres Qualitätsmerkmal einer Tasche. Mir persönlich ist das sehr wichtig und ich schmelze dahin, wenn eine Tasche von innen genauso schön ist, wie von außen.
    Meine kleine Louis Vuitton-Umhängetasche aus dem typischen Canvasmaterial hat leider kein Futter, was ich in Anbetracht des Preises ziemlich enttäuschend finde.

    Außen hui – innen pfui! Ganz schön einfach gemacht, für eine Tasche, die mehrere hundert Euro kostet. Ich würde dieses Modell heute, schon aus Prinzip, nicht mehr kaufen. Die „inneren Werte“ zählen nämlich auch, und hier kann die teure Tasche bei weitem nicht mit anderen, günstigeren Taschen mithalten.
  6. Eine Tasche sollte gut und bequem zu tragen sein. Größere Umhängetaschen brauchen einen breiteren Schulterriemen, damit sie voll bepackt nicht an der Schulter einschneiden. Die Tragegriffe einer Handtasche sollten gut in der Hand liegen und im Idealfall nicht zu hart sein. Wulstige Nähe am Henkel können bei längerem Tragen ziemlich unangenehm sein. Bei den sogenannten Schultertaschen darf der Trageriemen nicht zu eng sein, damit man die Tasche auch mit Mantel bequem über die Schulter hängen kann. Bei Taschen, die man quer über dem Körper trägt (Crossbody Bags) sollte der Riemen ausreichend lang und verstellbar sein. Das ist wichtig, damit man die Tasche sowohl über leichten Jacken als auch über dicken Mänteln tragen kann.
    Bei dieser Tasche habe ich nicht darauf geachtet, dass die Trageriemen lang genug sind, um sie über der Schulter tragen zu können. Im Sommer, wenn ich nur ein Shirt oder eine Bluse trage, klappt das wunderbar. Mit Mantel oder Jacke sind die Henkel leider zu kurz. Aber ich mag sie trotzdem, und aus Erfahrung wird man bekanntlich klug!

    Praktisch an dieser kleinen Handtasche ist die variable Länge des Trageriemens. Je nach Bedarf kann sie als Schulter- oder Umhängetasche getragen werden. Als Crossbody-Bag funktioniert sie auch. Leider ist sie mir inzwischen fast zu klein. Ich habe sie gekauft, als ich noch nicht wusste, dass ich ein paar Jahre später ohne Lesebrille aufgeschmissen sein werde. Wenn ich also vermeiden möchte, dass mir meine Begleitung die Speisekarte vorlesen muss, brauche ich eine Tasche, in die ein Brillenetui hinein passt.

Zur Zeit habe ich ein Faible für Taschen in allen möglichen Rosa- und Pinktönen. Jetzt, im Frühjahr und Sommer, werden sie hoffentlich oft zum Einsatz kommen. In der kalten, dunklen Jahreszeit bevorzuge ich eher dunkle, gedeckte Farben.

Die pinke Tasche in der Mitte habe ich bei meinem letzten Outfitpost mit einem Black-and-White-Outfit (siehe unten) kombiniert. Die Tasche ist ein richtiger Eyecatcher und wertet jeden schlichten Look auf.


Es gibt so viele, wundervolle Taschen aller Arten, Größen, Farben und Materialien. Eine Handtasche kann reines „Transportmittel“ sein, ein Statussymbol, ein untergeordnetes Accessoire oder die große Liebe. Die Vorlieben und Bedürfnisse sind so individuell, wie die jeweilige Trägerin. Wie ist das bei Dir? Auf welche Modelle stehst du, und wie sieht deine Lieblingstasche aus?

Schau doch auch gerne bei den unten verlinkten Blogs vorbei, und lies nach, was andere Bloggerinnen über ihre Handtaschen-Liebe zu berichten haben. Ich wünsche dir viel Spaß beim Stöbern auf den Blogs.

Alle Bloggerinnen lade ich herzlich ein, einen Blogbeitrag rund um das  Thema „Handtasche“ im nachfolgenden Linkup hochzuladen. Willkommen sind nicht nur aktuelle Beiträge, sondern auch Artikel, die du schon vor längerer Zeit auf deinem Blog veröffentlicht hast. Ich freue mich über jeden Beitrag.

Herzliche Grüße

Birgit


P.S. Eigentlich sollte dieser Beitrag mit dem Linkup schon letzten Sonntag erscheinen. Leider mußte ich die Veröffentlichung aus gesundheitlichen Gründen verschieben. Es war leider nicht möglich, alle Bloggerinnen, die sich verlinken wollten, rechtzeitig  zu informieren. Ich entschuldige mich für eventuelle Umstände, die euch dadurch entstanden sind. Um so mehr freue ich mich, wenn ihr euren Beitrag, nun halt mit einer Woche Verspätung, verlinken würdet. Ich danke euch für euer Verständnis und grüße euch herzlich. 

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Welche Tasche und welches Outfit ist dein Favorit?

WERBUNG. Bestimmt kennt ihr sie auch noch, die dicken Versandhaus-Kataloge von früher. Quelle, Neckermann, Otto etc… Als Kind habe ich mich mega gefreut, wenn im Frühjahr und Herbst die neuen Kataloge zuhause eintrudelten. Ich konnte mich stundenlang damit beschäftigen, sie durchzublättern und mein Lieblingsspiel zu spielen. Und das ging so: Ich stellte mir vor, dass ich mir für einen bestimmten Betrag, z.B. 1.000 DM, Kleidung, Schuhe und Taschen aussuchen dürfte. Die Sache mußte gut überlegt sein, denn die 1.000 DM waren ruckzuck ausgegeben. Ich füllte eine Bestellkarte aus, die ich natürlich niemals abschickte.

Eine andere Variante war, dass  ich mir von jeder Katalogseite ein Teil aussuchen durfte. Das war natürlich weitaus ergiebiger und machte fast noch mehr Spaß.

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