[ü30blogger Blogparade] around the world: Die Tunika

In der aktuellen Blogparade der ue30 blogger & friends geht es um Mode und Styles, die von anderen Kulturen beeinflußt wurden. Oder um modische Mitbringsel aus dem letzten Urlaub. Die Idee zum Thema kommt von Maren von FarbwunderStyle, die natürlich auch mit einem tollen Beitrag bei der Blogparade dabei ist. Verlinken kann sich jede Bloggerin, die ihre von fremden Ländern inspirierten Looks „around the world“ vorstellen möchten.

Meinen Beitrag zur Blogparade widme ich einem meiner Lieblings-Kleidungsstücke: Der Tunika…

Kein anderes Kleidungsstück, außer vielleicht dem Bikini, weckt bei mir mehr Sommerfeeling, als eine bunte, luftige Tunika. Kaum vorstellbar, in den Sommerurlaub zu starten, ohne mindestens eine Tunika im Gepäck.

Mit der Tunika, den die alten Römer in der Antike getragen haben, hat die heutige Version nicht mehr viel gemeinsam. Damals bestand die Tunika aus zwei rechteckigen Stoffstücken, die an den Schultern zusammengenäht waren. Später kamen dann noch Ärmel hinzu. Lediglich vom Schnitt her ähneln unsere modernen Tunikablusen diesem antiken Kleidungsstück immer noch.

Letztendlich haben wir diese Blusenform also den alten Römern zu verdanken. Unsere heutigen Tuniken erinnern aber weitaus mehr an die farbenfrohen, kunstvoll bestickten Kaftane, die in Afrika und im Orient getragen werden. Unsere Tunikablusen sind eine moderne Interpretation der Styles vergangener Epochen und fremder Länder.

Ist die Tunika eine Bluse?

Die Tunika unterscheidet sich von anderen Blusen dadurch, dass sie vorne nicht geknöpft, sondern über den Kopf angezogen wird. Als Stoffe kommen Leinen, Chiffon oder Baumwolle zum Einsatz. Die Auswahl an Mustern und Schnitten ist riesig, so dass es zu jedem Kleidungsstil die passende Tunika gibt. Die Tunika ist üblicherweise länger geschnitten als eine normale Bluse. Dadurch, dass sie den Körper locker umspielt, schmeichelt sie der Figur und sieht in jeder Kleidergröße toll aus. Ich wage sogar zu behaupten, dass gerade „starken“ Frauen mit Kurven Tuniken besonders gut stehen.

ue50 blog

Tunika türkis
Die Farben der Tunika erinnern an einen Karibikstrand.

Auf den Fotos oben trage ich eine meiner Lieblingsblusen: Eine blau/grün-gemusterte Tunika aus leichtem Leinenstoff, die Sehnsucht nach Palmen, Meer und Strand in mir weckt. Sie ist ein bisschen schicker, und deshalb auch für die City oder fürs Sommerfest geeignet. Hier kombiniere ich sie mit einer engen, weißen Jeans und silbernen Slingpumps.

Tunika weiß

Die weiße Tunika mit den blauen Stickereien auf dem Bild oben ist aus Leinen. In einem älteren Blogbeitrag war sie schon einmal kurz zu sehen. Ich hatte sie im letzten Sommer mit auf unserem Städtetrip nach Marrakesch . Sie sieht fast ein bisschen so aus, als hätte ich sie dort in einem Laden am Dschema el Fna gekauft. Stimmt aber nicht. Sie ist aus Mannheim…

Marrakesch

Bestickte Tunika

Das Tunikakleid (Bild unten) ist ideal für den Strand oder die Poolbar. Es paßt perfekt über meinen roten Badeanzug. Flache Sandalen oder Flipflops dazu, und fertig ist der Look. Halt, eine Tasche fehlt noch! Wie gefällt dir die runde Korbtasche dazu? Paßt doch, oder?

Korbtasche

Mein drittes Outfit ist ziemlich „casual“ und die Bluse ist eine sehr weitläufige Interpretation einer Tunika. Hier kombiniere ich sie mit Jeansshorts. Dazu gefallen mir am besten Accessoires in dezenten Naturfarben.

Bei einem Outfit mit Tunika kann man (eigentlich) nichts falsch machen. Trotzdem gibt es einige Styling-Tipps…

…die du beherzigen kannst, oder auch nicht. Du weißt ja, von Moderegeln halte ich nicht viel. Erlaubt ist, was gefällt. Und ja, es ist auch legitim, für sich selbst zu entscheiden, ob man sich an die Etikette hält, oder sein eigenes Ding macht.

  Eine Tunikabluse im Boho- oder Ethnostyle ist ein Kleidungsstück für die Freizeit. Für Business-Looks ist sie nicht geeignet, außer man arbeitet in einer Strandbar oder einem Souvenirladen an der Uferpromenade. In einem Büro, einer Kanzlei oder in der Bank ist dieses Kleidungsstück fehl am Platz. Auch auf Tuniken aus Leinen oder mit Spitze und Rüschen sollte man im Geschäftsleben lieber verzichten.

Dazu eine kleine Anekdote: Ich hatte kürzlich einen Businesstermin in einer sehr noblen Notariats- und Anwaltskanzlei im schicken Frankfurter Westend. Die Räume im 14. Stock waren kühl und sehr stylisch in weiß mit glänzemdem Chrom gestaltet. Im Entree begrüßte mich eine nette, junge Frau, die in dieser Umgebung jedoch völlig deplatziert wirkte. Sie trug ein flattriges, buntes, bodenlanges Tunikakleid. Ich habe erst gar nicht kapiert, dass sie die Empfangssekretärin war. Ich war nun fast darauf eingestellt, dass der Notar gleich im Hawaihemd um die Ecke kommt. Der Herr Advokat trug jedoch einen sehr schicken, vermutlich sündhaft teuren Anzug, und ich war sehr froh, dass auch ich mit meinem Busineesskostüm angemessen gekleidet war. Was denkst du, wird die sommerlich gekleidete Dame als nächste Büroleiterin in Betracht gezogen werden? Hmm..

Im Herbst und Winter macht die Tunikabluse Urlaub im hinteren Teil des Kleiderschranks. Eine bunte Tunika, egal aus welchem Stoff, ist ein Kleidungsstück für den Sommer. Es gibt zwar auch Tuniken in gedeckten Farben aus festeren Stoffen für die kalte Jahreszeit. Diese sind aber in der kommenden Herbst/Wintersaison 2019/2020 nicht unbedingt angesagt.

Zu einem sommerlichen Outfit mit Tunika trägt man am besten flache Schuhe, also Sandalen oder Flipflops.  Auch Esparilles, Sandalen mit Keilabsatz oder Plateausohle sind OK. Schicke Pumps hingegen gehen gar nicht, und mit High-Heel-Sandaletten sieht das Tunika-Outfit auch nicht mehr gechillt aus. Modemutige kombinieren zur Folklore-Tunika Westernboots und verleihen dem Outfit damit Festivalflair.

Bei gemusterten Tuniken sollte man zurückhaltend mit Schmuck sein. Oftmals sind Tuniken mit Perlen oder Stickereien versehen, so dass man auf auffällige Ketten, Ohrringe und Armreife verzichten sollte. Sonst wirkt der Look schnell überladen. Bei schlichten, einfarbigen Tuniken kann man ruhig etwas dicker mit Accessoires auftragen. Schmuck aus Naturmaterialien, wie Holz oder Muscheln, passen sehr gut zum Style.

Trägst du gerne Tuniken, und wenn ja, zu welchem Anlass? Welche Länder assoziierst du mit diesem Kleidungsstück? Ich freue mich sehr, wenn du einen Kommentar  hinterläßt (einfach nach unten scrollen!)…

Anschließend lade ich dich auf eine modische Reise „around the world“ ein. Komm einfach mit auf die Seite der ue30 Blogger, wo du die Beiträge der anderen Teilnehmerinnen der Blogparade findest. Ich bin total gespannt, wie die anderen Bloggerinnen das Thema interpretieren und freue mich schon aufs Lesen.

Mit dabei sind per dato, wie schon erwähnt, Maren, Claudia von Claudias Welt, Tina von Tinaspinkfriday, Sunny von Sunny´s side of life, und Claudia von happyface313.

Herzliche Grüße, Birgit

 

 

 

 

 

 

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10 comments

  1. Guten Morgen Birgit, was für ein schöner Beitrag und tolle Fotos hast Du gemacht. Deine Tuniken sind alle wirklich wunderschön und erinnern mich auch total an Urlaub. Aus Mannheim ist die Tunika, toll, In Mannheim ist ja sowieso viel vom „Orient“ inspiriert 🙂
    Mich stört es nicht wenn die Leute bei Hitze etwas lässiger gekleidet sind. Aber ich würde denken dass dort eine Klimaanlage ist, bei einem noblen Notar.
    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende, Tina

  2. Eine Tunika für den Sommer ist auf jeden Fall sehr hübsch und gleichzeitig praktisch. Ich würde auch sagen, eher nichts für vornehmen Business. Bei mir im Büro ohne Publikumsverkehr könnte ich sie tragen.

    Liebe Grüße Sabine

  3. Ich muss zugeben, bei mir im Kleiderschrank wohnt keine einzige Tunika. Es gab auch noch nie eine. Ich frage mich gerade warum. Denn deine Exemplare sind wirklich hübsch.
    Liebe Grüße
    Fran

  4. 🙂 Liebe Birgit,
    Zuhause trage ich im Sommer gern eine Tunika. In kurzer Variante auch zu Jeans oder Khaki-Hosen in der Freizeit. Für’s Büro müsste die Tunika schon sehr edel sein.
    Aber mich würde nicht stören, wenn eine Empfangsdame im Sommer ein flatterhaftes Kleidchen tragen würde. Das von Dir beschriebene war ja immerhin lang und nicht nur Po bedeckend. Das lockert den Laden auch ein wenig auf. Schön, wenn das in so einer doch eher „steifen“ Umgebung möglich ist.
    Liebe Grüße
    Claudia 🙂

  5. Liebe Claudia,
    es ist schön, dass du das mit dem Flatterkleidchen so entspannt siehst. Es gibt, wie immer, auch eine andere Seite der Medaille. So hat man wenigstens gemerkt,dass es draußen Sommer ist.
    Herzliche Grüße
    Birgit

  6. Liebe Tina,
    ja, Mannheim ist wirklich sehr „orientalisch“:) Die Tunika ist aber von Engelhorn, also einem typisch deutschen Laden. Die Idee, dort nach Tuniken zu gucken, wo die orientalischen Geschäfte sind, ist nicht die schlechteste. In den türkischen Geschäften gibt es sowieso wunderschöne Kleider. Meine Tochter hat damals ihr Abikleid in einer türkischen Boutique gekauft, nachdem sie bei Engelhorn & Co. nicht fündig wurde und ihr dort alles zu Mainstream war.
    Herzliche Grüße, Birgit

  7. Wie du in ich seit Jahren ein Fan weißer, oder weißgrundiger Tuniken. Deine Modelle wäre durch die Bank auch was für mich. Und wie Du style ich sie gerne zur weißen Jeans, und kombiniere sie gerne mit meiner runden Korbtasche.
    BG Sunny

  8. Hallo Sunny,
    da teilen wir bei Tuniken auf jeden Fall die gleichen Vorlieben miteinander. Eine Korbtasche paßt, finde ich, immer dazu.
    Herzliche Grüße, Birgit

  9. Liebe Birgit, der Post wär mir jetzt beinahe durch die Lappen gegangen… fast! Denn gerade hab ich bei mir gesehen, dass Du Dich noch verlinkt hast… Vielen Dank für diesen tollen Beitrag über die Tunika – und auch fürs Erwähnen :-). ich finde, es ist gar nicht so einfach, eine richtig schöne Tunika zu finden, denn entweder sind sie „überkitscht“ oder haben einen komischen Schnitt. Bei Deinen Tuniken passt alles, finde ich. besonders schön finde ich das Tunikakleid (wirklich wunderschön, das Muster und der Schnitt!) und die schwarz-weiße Tunika, die wirklich aussieht, als hättest Du sie in Marrakesch gekauft… da hast Du richtige Schätze!
    Nochmal Danke fürs Verlinken und liebe Grüße,
    Maren

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